El Cimarrón
Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
El Cimarrón
Hans Werner Henze (1926–2012) — Musiktheater
Neuproduktion des Festival d’Aix-en-Provence
Mit Unterstützung der Karolina Blaberg Stiftung, Ammodo Art, Jean-François Dubos, Cercle Incises, Fonds Axa pour le Progrès Humain
Der „Maroon“: ein Begriff, der ursprünglich für Haustiere verwendet wurde, die nach ihrer Flucht in die Wildnis zurückkehrten, und der später entflohene Sklaven bezeichnete, die in unzugänglichen Gebieten Zuflucht suchten. 1968 stieß Hans Werner Henze in Kuba auf das seltene und eindringliche Zeugnis eines ehemaligen Cimarrón, damals bereits hundertjährig, der später am Unabhängigkeitskrieg und anschließend an der Revolution teilgenommen hatte. In Zusammenarbeit mit Hans Magnus Enzensberger verwandelte Henze dieses Zeugnis in ein wahres musikalisches Phänomen: ein experimentelles Rezital von beispielloser dramatischer Intensität, poetischer Suggestivkraft, vokaler Strenge und instrumentaler Erfindungsgabe. Es erweckt im Innersten der Zuschauer ein von Gewalt und Leid geprägtes Alltagsleben, gefolgt von einer ungewissen Flucht in einen von fantastischen Wesen bevölkerten Wald und schließlich die Ahnung einer befreienden revolutionären Brüderlichkeit – wie das plötzliche Erscheinen des Himmels. Mit einer sehr körperlichen Regie verleiht Elayce Ismail dieser bewegenden Geschichte universellen mythischen Wert und bringt ihr außergewöhnliches kathartisches Potenzial zur Geltung.
Programm und Besetzung
Rezital für vier Spieler
Libretto von Hans Magnus Enzensberger nach dem Leben von Esteban Montejo (ca. 1868–1973) und Miguel Barnets Biografía de un cimarrón (1966)
Uraufführung am 22. Juli 1970 beim Aldeburgh Festival
Englische Fassung
Inszenierung: Elayce Ismail*
Bariton: Eric Greene
Gitarre, Flöten und Schlagwerk: Besetzung wird noch bekannt gegeben
*Ehemalige Künstlerin der Académie
Jeu de Paume-Theater
Hier spielte Ludwig XIV. 1660 'la paume' - eine frühe Form des Hallentennis. Es wurde im folgenden Jahrhundert in ein Theater umgewandelt und ist - zusammen mit dem Théâtre de la Reine in Versailles - eines der letzten erhaltenen Beispiele für einen Zuschauerraum im italienischen Stil des 18. Seine plüschige rote Samtausstattung macht es zu einem idealen Ort für intime Opern, zeitgenössische Kreationen, Liederabende oder Kammermusikkonzerte.

DE
EN
IT
FR
ES
RU
JP
RO
Sitzplan