Lektionen in der Dunkelheit

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Ein Weg von Licht und Dunkelheit durch die französische Barockmusik

Die Leçons de Ténèbres von François Couperin, komponiert 1714 für die Nonnen des Longchamp-Klosters, zählen zu den intimsten und dramatischsten Schmuckstücken des französischen Barocks. Für die nächtlichen Gottesdienste des österlichen Triduums bestimmt, durchqueren sie die Klagelieder Jeremias mit ergreifender Emotion und subtiler Lyrik, entfalten lange Vokalisationen und fast improvisatorische Verzierungen.

William Christie am Cembalo und in der Leitung präsentiert diese Leçons zusammen mit Fragmenten von Charpentier und Marais, Couperins Zeitgenossen, die Kontraste, Feierlichkeit und komplementäre Texturen bieten und die expressive Dimension des Programms verstärken. Das Werk verbindet Andacht mit der Theatralik des Rituals: Die Dunkelheit wächst mit jeder Leçon, die Spannungen des Textes entfalten sich in der Musik, und die zeitliche Suspension, der kairos, ermöglicht dem Publikum, sich in die emotionale Erfahrung zu vertiefen.

Mit Christie und Les Arts Florissants bietet das Festival ein klangliches Erlebnis, bei dem jedes Melisma und jede Nuance dazu beitragen, die Subtilität und Tiefe des barocken Rituals zu offenbaren. Am Ende des Festivals wird Christie die Medaille der Ehre verliehen, in Anerkennung seiner Karriere und seines außergewöhnlichen Beitrags zur Barockmusik.

Ein Vorschlag, der das Publikum einlädt, einen einzigartigen Moment zu erleben, in dem Tradition, Exzellenz und spirituelle Tiefe in einem unvergesslichen Ereignis zusammentreffen.

Programm und Besetzung

Programm

Marc-Antoine CHARPENTIER (1643 - 1704)
Präludium zur Messe Assumpta est, H.11

François COUPERIN (1668 - 1733)
Erste Tenebrae-Leçon für den Heiligen Mittwoch
I. Incipit lamentio
II. Aleph
III. Beth
IV. Ghimel
V. Daleth
VI. He
VII. Jerusalem

Marin MARAIS (1656 - 1728)
Lamento (Pièces en trio, 1692, Suite in G)

François COUPERIN
Zweite Tenebrae-Leçon für den Heiligen Mittwoch
I. Vav
II. Zain
III. Heth
IV. Teth
V. Jerusalem

Marc-Antoine CHARPENTIER
Symphonies pour un reposoir, H.515

François COUPERIN
Dritte Tenebrae-Leçon für den Heiligen Mittwoch
I. Yod
II. Caph
III. Lamed
IV. Mem
V. Nun
VI. Jerusalem

 

Künstlerische Details
Lucía MARTÍN-CARTÓN, Sopran
Rachel REDMOND, Sopran
William CHRISTIE, Musikalische Leitung und Orgel
Musiker von Les Arts Florissants: Violinen, Viola da Gamba und Orgel

Carmen Kirche

Die Carmen-Kirche aus dem 14. Jahrhundert ist Schauplatz von Rezitalen, Kammerkonzerten und kleinformatigen Opern mit einer Kapazität für rund 240 Personen.

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